Teeanbau

Die Teepflanze lässt sich innerhalb der botanischen Familie der Gattung der Kameliengewächse zuordnen. Sie ist ein immergrünes Baumgewächs mit gelblich-weißen Blüten und hartschaligen, haselnuss-ähnlichen Früchten. Sie wächst in Höhenlagen von ca. 600 - 2700 Metern.

 

Alle heute bekannten Teesorten lassen sich auf zwei Ur-Pflanzenarten zurückführen, der Thea (Camellia) sinensis und der Thea (Camellia) assamica, wobei bis heute umstritten ist, welche der beiden Sorten die ursprüngliche ist. Die Teepflanze Camellia sinesis hat ihren Ursprung in China. Sie hat zarte und schmale Blätter und wächst nicht höher als drei bis vier Meter und bleibt selbst ohne Beschneidung strauchartig. Da es in den Wintermonaten in den Höhenlagen gelegentlich zu Frost kommen kann, ist sie frostverträglich und eignet sich besonders gut für die gemäßigten Klimazonen. Sie bevorzugt gehaltvollen Lehmboden und brauch mindestens fünf Stunden Sonne am Tag. Sie gilt als relativ anspruchslos und kann sogar kleinere Trockenperioden gut überstehen.

 

Die Teepflanze Camellia assamica stammt aus dem Nordosten Indiens, aus dem Gebiet Assam, wie es der Name der Pflanze bereits verrät. Sie treibt größere und breitere Blätter als die Camellia sinensis und kann, wenn sie unbeschnitten bleibt, zu einem Baum von bis zu 15 - 20 Metern heranwachsen. Da sie als reines Tropengewächs gilt, benötigt sie neben Wärme auch ein hohes Maß an Feuchtigkeit. Niedrige Temperaturen oder gar Frost sind für dieses Pflanze ebenso wie Staunässe glänzlich unverträglich. Auch eine länger anhaltende Trockenperiode kann diese Pflanze nicht unbeschadet überstehen. Optimal ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie ihn der Monsunregen garantiert, da dann der Blatttrieb am stärksten ausfällt.

 

Neben diesen zwei reinen Urpflanzen hat sich eine weitere Teepflanze speziell in den klimatisch extremeren Höhenlagen bewährt. Aus Kreuzungen der beiden Arten Camellia sinensis Camellia assamica eine neuartige, robustere und weniger kälteempfindliche Teepflanze hervorgegangen. Dieser sogenannte Hybride hocharomatische Blätter, die schmaler sind als die des assamica und breiter sind als die des sinensis. Da der Ertrag einer assamica Pflanze zumeist höher ausfällt als der der sinensis, wird der Anteil der assamica bei der Kreuzung höher gehalten. Der unvergleichliche Geschmack und die Qualität eines Tees lässt sich jedoch nicht alleine auf die Teepflanze zurückführen.
Maßgeblich und damit wesentlich ausschlaggebendere Faktoren sind zudem die unterschiedlichen Anbaugebiete mit ihren verschiedenen Höhenlagen und unterschiedlichen Klimate, sowie die Bodenbeschaffung und die Dauer der Sonneneinstrahlung und nicht zuletzt die regelmäßige Beschneidung der Pflanze und Sorgfalt beim Pflücken und bei der Weiterverarbeitung des kostbaren Blattgutes. Aufgrund dessen kann schon innerhalb einer einzigen Anbauregion und selbst gar innerhalb einer einzigen Plantage je nach Jahreszeit ein breites Spektrum an Tee mit unterschiedlichen Geschmäckern und Qualitäten zu finden sein.

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